Urteil gegen den Privacy Shield: Google Analytics ist die heiße Kartoffel?

Wo die Daten in Matomo lagern, bestimmen Sie selbst

Der große Vorteil von Matomo gegenüber Google Analytics ist, dass Sie die Daten selbst verwaltet, auf Ihren eigenen Servern. Denn Matomo Analytics ist in der Standard-Version ein selbst installiertes Programm, das mit der Webseite zusammen läuft, genauso selbst betrieben wie beispielsweise ein Typo3 oder ein WordPress oder Joomla.

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Die Ausnahme: Matomo Cloud

Wenn Sie Matomo Analytics nicht selbst hosten, sondern in der Cloud, auch dann bekommen Sie keine Probleme mit dem nicht mehr funktionierenden Privacy Shield, denn die Server der Matomo Cloud stehen in good old Germany.

Warum ist das jetzt wichtig – Privacy Shield

Aktuell gab es ein richtungsweisendes Gerichtsurteil, das den Privacy Shield zwischen der EU und der USA für unrechtmäßig erklärt hat, da er die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht beachtet. Das heißt in Kürze: fast alle US-Dienste wie Google Analytics oder der Facebook Pixel sind aus Europa heraus illegal.

Was das in der Praxis bedeutet: alle US-Clouds sind problematisch

Daten, die in den USA gespeichert werden, sind ab sofort problematisch, da die übliche Zustimmung zur DSGVO nicht mehr reicht, können doch viele Unbekannte und auch die Schlapphüte von der NSA auf Ihre Daten zugreifen, was letztere ja auch standardmäßig tun!

Google Analytics ist nun die heiße Kartoffel

Während andere Dienste wie MailChimp, so wie ich das sehe, laut Dr. Schwenke immer noch mit wenig Bedenken benutzt werden können, gilt das für Google Analytics definitiv nicht.

Die Daten von Google Analytics werden irgendwo gespeichert, u.a. auch in den USA – zumindest wenn Sie nicht sechsstellige Beträge an Google zahlen.

Das bedeutet: Google Analytics kann weiterhin eingesetzt werden, aber laut Matomo.org müssen nun deutlich höhere Einverständniserklärungen eingeholt werden (Details hier). Und wir wissen alle: dann kann man das Analytics-Tool auch gleich von der Seite schmeißen, denn niemand gibt Ihnen so viel Einverständnis:

Dürfen wir alle Ihre Daten speichern, JA oder NEIN?

Da klickt doch jeder auf Nein!!!

Facebook Pixel – gerne vergessen, aber auch problematisch

Und wenn wir schon über’s Tracken reden: auch der Facebook Pixel ist problematisch, denn auch dort sind die Daten in den USA und wir brächten eine hammerharte Zustimmung der Webseiten-Besucher.

Was bedeutet das für Sie?

Nun, wer jetzt noch Google Analytics nutzt, kann in nächster Zeit mit Abmahnungen rechnen. Wie genau das vonstattengeht, das wird spannend, denn es setzten ja knapp 90% der Webseiten Google Analytics ein.

Ein klassischer Weg wäre, dass die Datenschutzbeauftragten der Länder sich einen großen Konzern vornehmen (also jemanden mit Rechtsabteilung) und dort eine Beispielklage führen, auch um eine Rechtssicherheit für alle anderen zu bekommen.

Das heißt aber nicht, dass Sie nicht auch auf anderem Wege abgemahnt werden könnt. Und was Ihre interne Datenschutzbeauftragte sagt, ist noch mal was ganz anderes!

Wer sicher gehen will, sollte jetzt auf Matomo Analytics umsteigen

Zum Abschluss sei gesagt: wirklich sicher sind Sie nur, wenn Sie die Daten selbst verwalten. Die Lösung Nummer zwei ist ein Anbieter aus der EU, die Matomo Cloud z.B. oder andere europäische Anbieter.

Sie wissen nicht, wie Sie auf Matomo umsteigen sollen?

Sprechen Sie uns an, wir helfen Ihnen, von der Einrichtung der Server bis zur Anpassung an Ihre spezielle Situation und die dazugehörige Schulung können wir auch machen, das ist unsere Spezialität!

Fazit: Lassen Sie die heiße Kartoffel Google Analytics fallen und verbrennen Sie sich nicht,
Ihr Dietmar Fischer

Disclaimer: ich bin kein Anwalt oder Datenschutzbeauftragter und gebe nur meine Meinung wider. Wenn Sie sicher gehen wollen, fragen Sie einen Anwalt oder Datenschützer.

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