Keywords in Piwik? Fehlanzeige!

Analytics und SEO – ein Missmatch

Suchmaschinenoptimierung (SEO) ist eine der klassischen Disziplinen des Online Marketings. Dabei geht es im Allgemeinen darum, sich in den Suchergebnissen bei Google & Co auf Platz 1 zu platzieren, also bei der Suche nach einem bestimmten Begriff in Google ganz oben zu sein. Das heißt natürlich, dass es gut wäre, wenn Sie wüssten, was denn die Leute gesucht haben, um dann auf Ihre Seite kommen!

Das Problem des falsch verstandenen Datenschutzes

Früher haben wir diese Daten bekommen, weshalb wir auch noch die entsprechende Rubrik – >Verweise>Suchmaschinen und Suchbegriffe – in Piwik finden. Leider bekommen wir diese Daten heute nicht mehr.  Denn Seit 2011 werden die Suchen von Google & Co nicht mehr an die Analysetools, aka unser Piwik, übergeben. Das war so die Idee, den Datenschutz durchzusetzen. Daher sehen wir in Piwik auch nicht mehr, welche Keywords (=Suchwörter und –kombinationen) Besucher auf unsere Seite gebracht haben.

Die Google Search Console

Die einzige Möglichkeit, diese Informationen zu bekommen, ist, die Google Search Console zu benutzen. Und da kommt dann der verkannte Datenschutz rein. Es hilft nichts, die Weitergabe der Keyword-Daten durch die Browser zu unterbinden. Denn Google hat natürlich alle Daten aus der eigenen Suche, die in Deutschland so dominant ist, dass Google = Suche ist. Google weiß, wer was sucht und wer nach dem Suche auf welche Webseite klickt. Diese Daten bekommen wir auch, wenn wir uns bei der Google Search Console anmelden. Der Haken daran: wenn wir diese Daten haben wollen, müssen wir wieder mit Google spielen. Und das widerspricht natürlich genau dem Grund, warum wir Piwik benutzen: Datenschutz, Freiheit und Selbst-Kontrolle!

SEO in 2017

In der Konsequenz bedeutet das für uns: entweder benutzen wir Google und bekommen die Keyword-Informationen oder wir benutzen Piwik, sind sicher – aber haben leider keine Keyword-Informationen.

Was uns rettet, ist, dass Keywords wie wir sie aus dem klassischen SEO kennen, immer unwichtiger werden. Google erkennt immer mehr die Intentionen der Suchenden, Keywords werden mit Synonymen ersetzt, der Satz SEO ist tot kommt einem in den Sinn.

Ausrichtung an der Zielgruppe

Was bliebt? Wenn Sie bei der Erstellung Ihrer Inhalte konsequent an Ihre Nutzer denken, dann ist es nicht (mehr) wirklich wichtig, ob Sie die Keywords kennen. Meine Erfahrung ist, dass dies sogar hilfreich sein kann: Sie kennen das, immer an die Leser denken. Je mehr Sie sich auf Keywords konzentrieren, desto mehr verlieren Sie aber gleichzeitig die Leser aus den Augen.

Fazit: wir sind Blinde

Das Fehlen von Keywords macht uns zu Blinden, die nun mit Stock und Hund und vor allem offenen Ohren durch die Gegend laufen müssen. Nun, da SEO langsam stirbt, werden allerdings alle bald zu Blinden werden. Nur wir haben einen Vorsprung, schon viel länger auf die Nutzer gehört zu haben. Keine leichte Entscheidung, aber ich hoffe, Sie folgen meinem Gedanken und bleiben bei Piwik, sehendem oder blinden Auges.

Ihr Dietmar Fischer


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